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Erröten, lächeln, weinen ...

Das körperliche Ausdrucksvermögen ist genetisch vorgeformt. Wir verfügen normalerweise alle über eine individuelle Auswahl von Mienen, Gesten, Lauten, die z.T. schon im Bauch der Mutter beginnen und unmittelbar nach der Geburt sichtbar werden. Die wichtigsten zuerst: z.B. das »Unlustschreien« oder die Mienen der Aufmerksamkeit und der Furcht. Sie sind an Grundbedürfnisse gekoppelt, sie sind elementar; deshalb werden sie - wie übrigens alle Ausdrucksphänomene - vom Stammhirn aus gesteuert. Man könnte sagen: aus der Tiefe des Systems, aus dessen frühesten Befehlsstrukturen, auf denen alle anderen Programme, z.B. die Sprache, aufsetzen.

Die Zwillingsforschung hat bewiesen, dass der körperlichen Ähnlichkeit von eineiigen Zwillingen eine Ähnlichkeit der Mentalität und des Ausdrucksverhaltens entspricht. Beide prägen sich in der Wechselwirkung mit dem Lebensumfeld aus. Das körperliche und das seelische Heranwachsen bestimmen das Verhältnis von »Genotyp« und »Phänotyp«.