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Ein altes Gemäuer, junge Liebe und die Stasi

Die Premiere des Romans "Blick vom Turm" im bis auf den letzten Platz gefüllten "Buchhaus Suhl" war ein Erfolg und wurde in der regionalen Presse ausgiebig gewürdigt. In einem Interview waren Autor und Handlungsort dort am Tag der Lesung schon vorgestellt worden. Auch überregional gab es Komplimente: Ralf Julke schreibt in der "Leipziger Internet Zeitung":

"Ein Schelmenroman mit Knalleffekt ...
Man merkt, dass hier einer schon filmisch denkt, seine Kulissen zurechtschiebt und seine Charaktere zuspitzt, sie miteinander verbandelt und zusehends ein Gewebe schafft, in dem alle ihre Rollen spielen und so präzise auftreten und handeln wie Komparsen und Hauptdarsteller in einem gut organisierten Film. Selbst das Timing stimmt, die Geschichte nimmt zusehends an Fahrt auf, geht tatsächlich ab 'wie eine Rakete' ..."

Der Roman spielt im Jahr1968 in einer Kleinstadt in Thüringen. Auf den ersten Blick ist das ein Ort, für den sich niemand interessieren muss: tiefste Provinz. Auf den zweiten Blick ist aber zu erkennen, dass von dort für unsere heutige Welt einige ebenso wichtige Impulse ausgingen, wie vom Kennedy Space Center oder vom Kreml, dass die Geschehnisse jener Zeit mit der Kulturrevolution in China zusammenhingen und dem heutigen Afrika. Aus dieser Stadt kamen nicht nur entscheidende Ideen für eine Waffe, die bis heute mehr Menschen umgebracht hat, als alle Atombomben. Dort wuchsen 1968 Filmstars heran, Wissenschaftler, Weltreisende, aber auch kleine Leute, die zwanzig Jahre danach über sich selbst hinauswuchsen, die ein vermeintlich unerschütterliches, perfekt gesichertes politisches System zum Einsturz brachten.
Der Turm, von dem das Buch erzählt, ist nur noch Ruine. Die Ideen, Erlebnisse, Erfahrungen der Menschen um ihn herum - sie leuchten.

Bei "amazon.de" finden sich erfreuliche Leserkommentare.
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